Tipps gegen die Krise
03. Januar 2012 – 18:04:00
Auf zu frischen Taten! Willkommen im 2012. Dem Jahr in dem neben dem Weltuntergang auch die grosse Krise kommen soll. Die Aufträge bleiben aus, die Mitarbeiter sind nicht mehr ausgelastet und die Kunden zahlen schlechter. Die Politik kämpft mit vollmundig angekündigten Konjunkturpaketen gegen den Abschwung und die Konsumenten fühlen sich verunsichert.
Doch Unternehmen können auch in einem solchen Umfeld erfolgreich wirtschaften. Es ist nämlich nicht an der Zeit den Kopf einzuziehen und die Kosten pauschal runterzufahren. Worauf müssen sich Unternehmen konzentrieren? Hier einige Tipps:
1. Nicht jammern. Tun!
Schon Goethe hat gesagt: „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!“ Und auch mein früherer Chef meinte: „Sich regen bringt Segen.“ Nichts gegen gut durchdachte Business Cases, detaillierte Konzeptarbeit und tiefgründige Marktanalysen. Doch letztlich müssen Unternehmen neue Kunden gewinnen, neue Produkte erfinden und Märkte erschliessen. Und dies tun sie mit Menschen, die tagtäglich etwas dafür tun, dass dies auch geschieht. Deshalb motivieren erfolgreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter dazu rasch und konsequent zu handeln und belohnen daher eher grandioses Scheitern als durchschnittliche Erfolge.2. Die Chancen sehen
Im Boom Geld zu verdienen ist nicht schwer. Im Abschwung werden die Wettbewerbspositionen der Zukunft vergeben. Eine konjunkturelle Abkühlung trennt den Spreu vom Weizen. Wer gut vorbereitet in den Abschwung geht, seine Stärken kennt und die Chancen im Markt sieht, kommt günstiger zu Unternehmenszukäufen, kann neue Talente anwerben und sich Innovationen schnappen, bevor sich die grosse Masse darauf stürzt.
3. Sparen aber nicht aushungern
Der Reflex mit voller Kraft auf die Kostenbremse zu stehen, liegt bei abkühlender Nachfrage nahe. Doch pauschal die Kosten runterzufahren ist kein Erfolgsrezept. Seien Sie absolut rigide und streng bei den kleinen täglichen und wenig wertschöpfenden Ausgaben, jedoch kulant und spendabel in den zukunftsträchtigen Themen (siehe Punkt 2). Zudem kann die Liquidität auch mit anderen Massnahmen verbessert werden. Die Verbesserung des Lagermanagements oder die konsequentere Bewirtschaftung der Debitorenausstände kann zusätzlich verfügbare Mittel in die Kasse spülen.
4. Auf weniges fokussieren
Es ist wichtiger die richtigen Dinge zu tun, als die Dinge 100% richtig zu tun. Die Bereiche, welche aktuell den höchsten Wertbeitrag liefern sind es vielleicht morgen nicht mehr. Eine fokussierte Planung und die rechtzeitige Allokation der Mittel zur Entwicklung des Unternehmens ist zentral. Dabei gilt die alte Regel: Weniger ist mehr. Lieber weniger tun, das aber bewusst und konsequent. Dies gilt für die Produktentwicklung wie für die Kundenbindung genauso wie für die Entwicklung des Führungsnachwuchs. Dabei ist zentral, dass die Prioritäten allen im Unternehmen vermittelt werden und die Regeln von vorneherein klar sind. Zum Beispiel ist es für die Beteiligten wichtig zu verstehen weshalb man beim einen Kunden die Zahlungsfristen kulant verlängert, weil man ihm damit helfen und ihn so mental ans Unternehmen binden will und das selbe beim anderen Kunden nicht gemacht wird. So entsteht ein Verständnis dafür weshalb auf der einen Seite Geld und Ressourcen gespart werden und auf der anderen Seite Geld fliesst.
5. Vereinfachen und flexibel bleiben
Das Management sollte den Aussagen ihrer Mitarbeiter mehr Vertrauen schenken als den Marktforschungsergebnissen. Zum Beispiel ist es wichtiger die Entwicklung der Kundenbesuche in meinem Shop in Hong Kong zu kennen, als die wirtschaftliche Prognose dieser Region. Unternehmen sollten deshalb die direkte Kommunikation fördern und mit komplizierten Reporting Strukturen und Dashboards aufräumen. Strukturen und Abläufe im Sinne der Kunden vereinfachen. Freie Kapazitäten nutzen, um Altlasten aufzuräumen und um das Unternehmen zu entschlacken. Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, sich die Flexibilität zu bewahren, um auf verändernde Situationen reagieren zu können. Der Aufschwung könnte schneller da sein, als geplant und dann werden diejenigen Marktanteile gewinnen, die rasch reagieren und liefern können.
Niemand kann exakt prognostizieren, wann auf einen Abschwung wieder eine Erholung folgen wird. Aber Unternehmen können sich gegen die Krise wappnen. Proaktiv handeln, die eigenen Stärken und Chancen sehen, vernünftig sparen, auf die richtigen Themen fokussieren sowie die Komplexität reduzieren und dabei flexibel bleiben und vor allem den Spass an der Sache nicht verlieren. Und eines kann ich Ihnen versichern: YukonDaylight hilft bei seinen Kunden tatkräftig mit damit auch 2012 ein erfolgreiches Jahr wird.
Von Tom Buser | Kategorie: Unternehmensentwicklung
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Tags: Leadership, Management, Marktentwicklung, Schweizer Unternehmen, Trends, Turnaround, Unternehmensentwicklung, YukonDaylight
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