Kundenorientierung im Vormarsch

25. Mai 2005 – 05:55:00

Die Monitor Group hat es in einer Umfrage schon 2004 erkannt. Die zukünftige Herausforderung von Unternehmensführern ist neben dem Erzielen von langfristigem und stetigem Wachstum, die bessere Nutzung des bestehenden Kundenpotentials. Denn es ist eine alte Binsenweisheit, dass eine Neuakquisition viel teurer zu stehen kommt, als die Pflege einer bestehenden Kundenbeziehung. Zufriedene Kunden machen weniger Arbeit und bleiben länger treu. Das hat mittlerweile sogar der Staat erkannt. Der Schweizer Kanton Aargau hat ein grossangelegtes Programm zur Erhöhung der Kunden- und Dienstleistungsorientierung mit externer Unterstützung ins Leben gerufen.

In der Kundenbeziehung ist ein zentrales Element die Qualität der Kundeninteraktion. Der amerikanische Software-Hersteller e-Gain hat das in einem kleinen Banner auf den Punkt gebracht.

egain banner
 e-gain Banner

Doch welches sind die weiteren Elemente einer guten Geschäftsbeziehung? Ich sehe da einen sich verstärkenden Kreislauf mit fünf Punkten:

1. Product & Services
Unternehmen entwickeln Proudkte und Dienstleistungen, die sie anbieten möchten.

2. Interaction & Communication
Diese Produkte vertreiben Sie über Distributions- und Kommunikationskanäle indem Sie intensiv mit den Kunden interagieren und kommunizieren, die sie gerne gewinnen oder die sie bereits gewonnen haben und gerne entwickeln möchten.

3. Customer Experience
Der Kunde wird bei der Werbung, beim Kauf und bei der Nutzung des Produkts Erfahrungen machen, die sein Bild des Produkts, der Dienstleistung und der Firma nachhaltig prägen. Nur wenn dieses Bild harmonisch und positiv ist (Stichwort: Balance von Preis/Leistung, von Kundenerwartung und Kundenerfahrung) wird er auch bereit sein weiter bei diesem Produkt zu bleiben. Und er wird...

4. Share of Wallet/Customer Value
…über eine längere Zeit mehr bei diesem Unternehmen konsumieren. Das Unternehmen erhält also mehr Kundenanteil (der Anteil des Unternehmens an den gesamten Ausgaben des Kunden für solche Produkte) und mehr Kundenwert (der Wert des einzelnen Kunden, den er für das Unternehmen darstellt).

5. Customer Feedback
Wenn das Unternehmen es dann noch schafft aus den Feedbacks der Kunden die richtigen Schlüsse zu ziehen und diese wieder in den Punkt 1 einfliessen zu lassen, um so Neuerungen und Verbesserungen in die Produkte einzubauen, dann setzt sich ein verstärkender Kreislauf in Gang. Denn über diese Innovationen kann ich dann wieder eine Interaktion und Kommunikation in Gang setzen, der Kunde erlebt das positiv und wird bereit sein mehr zu konsumieren.

 

Von Tom Buser | Kategorie: CRM
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Tom Buser ist Managing Partner bei YukonDaylight und Mitbegründer des Swiss CRM Forum. Mehr Infos, Folien und Fachartikel  
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