Kaufen bei Microspot

03. April 2008 – 08:05:00

Eigentlich wollte ich beim Internet-Händler Microspot lediglich einige Microsoft Outlook Lizenzen kaufen, habe dann aber versehentlich die italienisch sprachige Version erwischt. Obwohl aus familiären Gründen seit kurzem im Besitz eines italienischen Passes, bin ich der Sprache dann doch zu wenig mächtig um mich täglich damit auseinanderzusetzen. Ich habe die Lizenzen also ungeöffnet und postwendend zurückgesandt.

Das war am 19. Januar. Danach hatte ich ausser einer Belastung auf meiner Kreditkarte nichts mehr von der Firma gehört und auch auf mein Versuche hin, Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen keine Reaktion erfahren. Erschwerend dabei: Die Firma ist nicht über Telefon sondern nur über eine anonyme e-Mail Adresse erreichbar. Oder vielmehr eben nicht erreichbar, wie mir jeweils die Auto-Reply Meldung erklärte: „...Wir haben sehr viele Anfragen. Die Antwort kann sich verzögern..."

Dann nach zwei Wochen ein Lebenszeichen:


----- Original Message -----
From: "support" <support@microspot.ch>
To: "Tom Buser" <tom.buser@yukondaylight.com>
Sent: Friday, February 08, 2008 9:09 AM
Subject: Rücksendung des Artikels

Guten Tag Herr Buser

Wir haben Ihnen Ende letzter Woche ein Packet zustellen wollen. Leider kam
es von der Post wieder zurück mit der Bemerkung "unbekannt - Firmenhaus".
Wir haben es an folgende Adresse geschickt:

Tom Buser
Röschenzerstrasse 9
4153 Reinach

Wie Sie dem Brief entnehmen können, nimmt der Lieferant nur eines der
beiden zurückgesandten MS Office Outlook 2007 zurück.

Wir bitten Sie deshalb um Bekanntgabe der genauen Adresse, an das wir
Ihnen das zweite Exemplas Outlook wieder retournieren können.

Besten Dank für Ihre Bemühungen.

Freundliche Grüsse
microspot.ch
Brigitte Marti

----- Original Message -----
From: "Tom Buser" <tom.buser@yukondaylight.com>
To: "support" <support@microspot.ch>
Sent: Friday, February 08, 2008 10:33 AM
Subject: Re: Rücksendung des Artikels

Guten Tag Frau Marti
Meine Adresse siehe unten. Entspricht der Adresse auf Ihrer Bestätigung.
Dass Sie nur eine Lizenz zurücknehmen akzeptiere ich nicht. Eine der
italienischen Lizenzen ist bei mir in gebrauchtem Zustand (ohne
Schutzverkleidung und mit zerkratzter Hülle) angekommen. Ich habe keine
der beiden Lizenzen geöffnet und direkt wieder zurückgesandt, als ich
feststellte, dass es sich um die falsche Sprache handelte. Ich bitte Sie
deshalb nochmals beide Lizenzen umzutauschen. Danke im voraus für Ihre
Kulanz.

Mit freundlichen Grüssen
Tom Buser

...dann sind wieder knapp drei Wochen ins Land gezogen in denen ich weder Frau Marti irgendwie persönlich erreichen konnte noch mich auf eine Fallnummer oder sonst eine Identifikationsmöglichkeit abstützende melden konnte. Dann aber folgende Mail.

----- Original Message -----
From: "support" <support@microspot.ch>
To: "Tom Buser" <tom.buser@yukondaylight.com>
Sent: Friday, February 28, 2008 16:11 PM
Subject: Rücksendung des Artikels

Guten Tag Herr Buser
Besten Dank für Ihre Informationen.
Normalerweise werden solche Artikel von unseren Lieferanten immer
verschweisst verschickt. Da Sie unten aber schreiben, dass Sie den einen
Artikel ohne Plastikhülle erhalten haben, werden wir versuchen, dass der
Lieferant den anderen Artikel auch so wieder zurücknimmt.
Sobald wir Bescheid haben werden wir uns wieder bei Ihnen melden.
Freundliche Grüsse
microspot.ch
Brigitte Marti

Mittlerweile ist Ende März und das Geld endlich wieder zurück auf meiner Kreditkarte. Das Ganze hat mich ausser Nerven und zwei Monate auf mein Geld warten nichts weiter gekostet. Microspot seinerseits hat zu keinem Zeitpunkt versucht mir eine anderssprachige Version der Lizenzen zu verkaufen, obwohl ich ja eigentlich Outlook Lizenzen kaufen wollte. Daraus habe ich zwei Dinge gelernt: Erstens: Man kann auch mit dem im Vista Paket enthaltenen Windows Mail ganz gut E-Mails schreiben und zweitens: Kauft nicht bei Microspot!

Von Tom Buser | Kategorie: Kundenservice
Kommentare | Kommentar schreiben | Weiterempfehlen | Permalink

Tags: , , ,
, , ,

Diesen Artikel bookmarken bei ...
Mr. Wong del.icio.us Furl YIGG MyWeb Yahoo BlinkList LinkARENA Google

Kommentare

Microspot? Nie wieder!

Bianca Christen - 03. März 2009, 19:34
Na ja, ich bestellte Mitte letzten Jahres aus persönlichen Gründen bei Microspot auf Ratenzahlung.

Die erste Rate wurde leider ein wenig verspätet bezahlt, aber bezahlt habe ich diese 100%-ig (inkl. CHF 5.-- Mahngebühr). Letzten Monat erhielt ich Post vom Inkassobüro, welches genau diese erste Rate für Microspot einfordern will.

Da ich Microspot, dank den sooo grosszügigen *vorsichtIronie* Servicezeiten telefonisch nicht erreichen konnte, wendete ich mich an das Inkassobüro, welchem ich den Zahlungsbeleg zustellte. Das Inkassobüro hat sich nun auch schon seit drei Wochen nicht mehr gemeldet, jedoch versprachen sie mir beim ersten Anruf (vor einem Monat!) einen Inkassostop. Heute erhielt ich die zweite Zahlungsaufforderung inkl. Betreibungsandrohung vom Inkassobüro.

Danach war ich auch hundertachtzig, als erstes musste leider der erstbeste beim Inkassobüro dranglauben und danach schrieb ich Microspot noch ein bitterböses Mail mit Zahlungsbeleg.

Interessiert mich sehr wie lange es dauert, bis da eine Antwort kommt. Sollte tatsächlich die Betreibung ausgelöst werden, können sie sich schon mal warm anziehen...

Jedenfalls erfuhr ich nach einiger Recherche in diversen Foren, dass ich nicht die erste zu sein scheine, die so versucht wird 'über den Tisch gezogen' zu werden.

Bestellt habe ich da auf jedenfall das letzte Mal, egal ob mit Vorauszahlung oder wie auch immer!

antworten

Aehm... bei Microspot gibt's sehr wohl Telefonsupport

Klaus Heinrich - 14. November 2008, 11:20
...Also ich war mit dem Microspot-Support bis anhin zufrieden.
Das da nur eine anonyme eMail-Adresse ist, kann ich nicht bestätigen.
Auf der Startseite, unter dem Link "Kontakt" würde ich als erstes nachsehn...
Unter Tel: 0848 77 11 77 erhält man dort ebenfalls Telefonsupport.
...OK die Servicezeiten (Montag - Freitag 09.00-11.00 Uhr) sind nicht gerade üppig, aber für einen Online-Discounter ist dies ja wohl nicht wirklich schlimm.

Man kann eben nicht erwarten ein Softwarepaket zu solch günstigen Konditionen zu zu bekommen und dann bei Reklamationen oder einem selbstverschuldeten Fehler auch noch einen 24/7-Hotlinesupport zu erhalten.
...aber das sollten Herr Buser aus seiner eigenen Erfahrung wohl selbst wissen ;-)

antworten

Wer bei Microspot.ch kauft ist selber schuld

Exuma AG - 21. Februar 2010, 19:04
Gibt vor, 24 Jahre Erfahrung zu haben. Die Original Microspot AG (mit dem grünen Logo) ist im Jahr 2000 liquidiert worden. Wer heute hinter der Microspot.ch steht, ist nicht ersichtlich. Die irreführenden Bildchen "Wir stellen und vor" bringt nicht einen Verantwortlichen mit Namen zu Tage. Tatsächlich werden bei Reklamationen die Schlaumeier-Standardtexte per eMail versandt. Das Geschäftsgebaren der Microspot.ch beruht auf perfid angelegtem Marketing. Die angeblich tiefen Preise werden kompensiert mit enormen Zuschlägen für Transport und Zahlung mit Kreditkarten oder bei Rechnungsstellung. Imtertinent ist jedoch die Angabe von Lagerartikeln, die sofort bestätigt, aber ohne Information wochenlang nicht geliefert werden. Die NMachfrage erghibt, dass der Artikel erst EXTRA bestellt werden musste und unbestimmte Lieferfrist vorbehalten sei. Der Clou der Sache: Eine Stornierung des Kaufs für ein handelsübliches Softwarepaket eines Grossanbieters mit Niedserlassungen in aller Welt sei nicht möglich, weil der Artikel EXTRA bestellt werden musste, obwohl eine ganze Seite des Anbieters auf der Website der Microspot.ch als lagervorrätig figuriert. NUN IST KLAR, WARUM DIE MICROSPOT.CH AM TAG DER BESTELLUNG DIE KREDITKARTE BELASTET UND DERART DAS VORSPIEGELUNGS-GESCHÄFT DURCH DIE KUNDEN FINANZIEREN LAESST, WEIL KEINE BANK SOLCHEN FIRMEN KREDIT GEWAEHRT. Die AGB's sprechen Bände und sind ein Fressen für den Kassensturz oder gar die Gerichte. Der Kassensturz hat sich ja schon mal mit der Firma befasst: http://www.ktipp.ch/onlineartikel/1031435/onlinehaendler_Microspot_Umtausch_nur_in_Ausnahme

WER BEI MICROSPOT.CH KAUFT IST EBEN SELBER SCHULD!

antworten


Suche:

Tom Buser

Tom Buser ist Managing Partner bei YukonDaylight und Mitbegründer des Swiss CRM Forum. Mehr Infos, Folien und Fachartikel  
 Tom's Beraterprofil

  

Blog abonnieren

RSS: Blog abonnieren RSS-Feed abonnieren.

Per E-Mail abonnieren:

Was ist RSS?

RSS steht für Really Simple Syndication und ist ein Plattform unabhängiges Format, um Informationen im Web auszutauschen. RSS wurde entwickelt, um Nachrichten über das Web zu verbreiten. Mittlerweile hat sich RSS zu einem weitverbreiteten Standard für den automatisierten Austausch von Onlineinhalten aller Art (Blogs, Foren etc.) entwickelt.

Fachliteratur

Customer Relationship Management für die Praxis

Handbuch für CRM mit Praxisbeispielen und vielen "Quick Wins" 

Vom Unternehmen zum Kundenunternehmen

Kunden gewinnen und halten mit dem Customer Care Concept 

Technorati

Status

Online seit 1158 Tagen
Zuletzt aktualisiert:
04. Februar 2010, 13:36:17

simple hit counter